Image: Image:

Der Barbier von Sevilla

Solingen, Theater | 06.06.2012 | 19:30

Commedia in zwei Akten von Gioachino Rossini

Eine Produktion der Wuppertaler Bühnen

Die Uraufführung 1816 war ein katastrophaler Misserfolg. Die Anhänger von Rossinis Konkurrenten Paesiello schlugen Krach. Eine falsch gestimmte Gitarre gab Anlass zum Randalieren. Als ein Sänger der Lange nach hinfiel, brüllte das ganze Haus vor Lachen. Und mitten im ersten Finale spazierte plötzlich eine Katze über die Bühne. Dann aber stellte sich rasch der Erfolg des Stückes auf den Opernbühnen der Welt ein. Heute gilt sie als Inbegriff von Witz, Drive und Elan.
„Wenn uns die Neugier packt, Rossinis Stil ganz aus der Nähe kennen lernen zu wollen“, bekennt der kritische Rossini-Verehrer Stendhal, „dann müssen wir ihn im Barbier suchen. Einer der bedeutendsten Züge dieses Stils kommt darin erstaunlich glänzend zum Vorschein.“ Gemeint ist die Brillanz, mit der Rossini es versteht, seine Protagonisten musikalisch zu zeichnen, die Komik und Ausdrucksvielfalt, die im Barbier unverwechselbar zu Tage tritt. Robert Schumann war ein glühender Verehrer dieser Oper. Hector Berlioz vermerkte, über seine Italienreise 1831, in den Kirchen würden die Gottesdienste mit Musik aus dem Barbier gewürzt. Melodiöser Erfindungsreichtum und die Virtuosität, mit der er in großen Ensembleszenen seine Personen wie Schachfiguren durcheinanderwirbelt, erstaunen und begeistern noch heute.

Florian Frannek, Musikalische Leitung
Johannes Weigand, Inszenierung
Moritz Nitsche, Bühne
Judith Fischer, Kostüme

Zurück

© 2014 Bergische Symphoniker